Die Alfred Ehrhardt Stiftung - gegründet in 2002 - widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Nachlassbestände des Werkes von Alfred Ehrhardt (1901-1984). Alfred Ehrhardt war Fotograf und Filmemacher und gilt als einer der herausragenden Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Der Interessenschwerpunkt seiner Arbeit war der Begriff der "Natur" und die "Konstruktion des Natürlichen". 2009 entschied sich die Alfred Ehrhardt Stiftung von Köln nach Berlin zu gehen, um neben der zentralen Aufgabe, das Werk Alfred Ehrhardts bekannter zu machen, sein Werk durch wechselnde Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst zu konfrontieren.

Die Entwurfsaufgabe bestand darin, ein Ladenlokal in einem typischen Berliner Mietshaus in der Augustrasse in Berlin Mitte in eine Galerie umzubauen. Für die Präsentation von Fotografie aus mehreren Epochen, Druckwerken, eventuell Malerei und Skulptur, sowie von Filmen und Medienkunst wurde es notwendig, Ausstellungsräume und -flächen zu schaffen, die der Stiftung einen Ort definieren. Die Galerie erstreckt sich über das gesamte Erdgeschoss in Vorderhaus und Seitenflügel und gliedert sich sowohl hinter der Fassade mit zwei großen Schaufenstern als auch hinter einem der Schaufenster in den Seitenflügel hinein in Raumfolgen aus Ausstellungsraum - "Zwischen-Raum" - Ausstellungsraum - Büro und Archiv.

Auftraggeber:
Alfred Ehrhardt Stiftung
Planung:
2009
Realisierung:
2009 - 2010